Eine Badsanierung klingt nach Großbaustelle — muss sie aber nicht sein. Mit guter Vorbereitung und klarem Plan kannst du vieles selbst machen und Tausende Euro Handwerkerkosten sparen.
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Planung ist alles: Bevor die erste Fliese fällt
Wer ein Badezimmer renoviert, ohne vorher zu planen, läuft in teure Fallen. Das Budget dehnt sich aus, Lieferzeiten bringen den Zeitplan durcheinander, und am Ende fehlt noch das richtige Silikon. Investiere mindestens einen Wochenendtag in die Planung, bevor du anfängst.
Die wichtigsten Fragen vorab: Bleiben Sanitärobjekte (Wanne, Dusche, WC) an ihrem Platz? Denn Leitungen zu verlegen kostet schnell 300–800 Euro extra beim Fachmann. Willst du nur Fliesen und Oberflächen erneuern oder auch Wanne/Dusche austauschen? Der reine Oberflächenumbau ist deutlich günstiger und für Heimwerker gut machbar.
Was du in der Regel selbst erledigen kannst
- Alte Fliesen entfernen und neue verlegen (bei guter Vorbereitung des Untergrunds)
- Wände spachteln, grundieren und streichen (Feuchtraumfarbe verwenden)
- Armaturen tauschen — max. 1 Stunde pro Armatur
- Spiegel, Beleuchtung und Accessoires montieren
- Silikonfugen erneuern
Die Kosten einer Badsanierung realistisch planen
Ein typisches 6–8 m² Badezimmer kostet in der Komplettsanierung durch Handwerker 8.000–15.000 Euro. Wer selbst Hand anlegt, kann auf 3.000–5.000 Euro kommen — der Löwenanteil fließt dann in Material: Fliesen (15–40 Euro/m²), Sanitärobjekte (Dusche ab 300 Euro, Badewanne ab 250 Euro, WC-Set ab 150 Euro), Armaturen (ab 80 Euro), und Kleinmaterial.
Sparfuchs-Tipp: Fliesenhändler in Gewerbegebieten verkaufen oft Restposten und Ausstellungsstücke zum halben Preis. Eine Dusche von 80x80 cm benötigt nur ca. 3–4 m² Fliesen für den Bodenbereich.
Fliesen verlegen: Der kritische Schritt
Im Nassbereich (Dusche, um die Wanne) muss eine Abdichtungsfolie oder Abdichtungsschlämme aufgebracht werden — das ist keine Option, sondern Pflicht. Ohne Abdichtung droht Schimmel und Feuchteschaden in der Wand, der teurer wird als die gesamte Renovierung. Für saubere, gerade Schnitte an Fliesen ist ein guter Fliesenschneider das wichtigste Werkzeug.
Schritt-für-Schritt: Die richtige Reihenfolge
- 1. Sanitärobjekte ausbauen (Absperrventile schließen)
- 2. Alte Fliesen und Kleber entfernen
- 3. Wände glätten, Untergrund vorbereiten
- 4. Abdichtung im Nassbereich aufbringen (2 Anstriche, trocknen lassen)
- 5. Fliesen verlegen — Boden zuerst, dann Wände
- 6. Fugen verfüllen (nach 24h)
- 7. Neue Sanitärobjekte montieren
- 8. Silikonfugen an Wand-Boden-Übergängen und Einbauteilen
- 9. Abschlussarbeiten: Beleuchtung, Spiegel, Accessoires
Für das Entfernen alter Fliesen, Bohren von Dübellöchern in Kacheln und Durchbrüche ist ein guter Bohrhammer unverzichtbar. Er arbeitet auch in harten keramischen Untergründen zuverlässig.