Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer? Viele verwechseln beide Geräte — dabei ist der Unterschied entscheidend, wenn es darum geht, in Beton, Ziegel oder Stein zu bohren.
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Der grundlegende Unterschied: Mechanik vs. Pneumatik
Eine Schlagbohrmaschine erzeugt den Schlag mechanisch: Zwei geriffelte Zahnscheiben gleiten übereinander und erzeugen einen vibrationsartigen Schlag. In weichem Beton, Kalksandstein oder Backstein funktioniert das ordentlich.
Ein Bohrhammer hingegen arbeitet mit einem pneumatischen Schlagwerk. Ein Kolben verdichtet Luft und überträgt so einen deutlich kraftvolleren Einzelschlag auf den Bohreinsatz — unabhängig vom Anpressdruck. Das ist der entscheidende Unterschied: Der Bohrhammer arbeitet auch dann effektiv, wenn man ihn kaum andrückt.
Wann reicht eine Schlagbohrmaschine?
- Kalksandstein (typisches Innenwandmaterial)
- Porenbeton (Ytong, Hebel)
- Weicher bis mittelharter Beton
Für Dübel bis 10 mm Durchmesser in normalen Innenwänden reicht eine Schlagbohrmaschine. Sie ist günstiger, leichter und kompakter.
Wann brauche ich einen Bohrhammer?
Sobald Stahlbeton, harter Klinker, Granit oder Naturstein ins Spiel kommt, ist ein Bohrhammer Pflicht. Auch bei Löchern über 12 mm Durchmesser oder langen Bohrungen ist er klar überlegen. Der Bohrhammer ist zudem effizienter: Eine Arbeit, die mit der Schlagbohrmaschine 20 Minuten dauert, schafft ein guter Bohrhammer in 5 Minuten.
SDS-Plus vs. SDS-Max
SDS-Plus ist das häufigste Bohrfutter-System bei Heimwerker-Bohrhämmern. Es erlaubt schnellen Werkzeugwechsel und überträgt höheres Drehmoment. SDS-Max ist für Profigeräte und Durchmesser über 32 mm — für private Zwecke weit überdimensioniert.
Empfehlung für die meisten Heimwerker
Ein kombinierter Bohrhammer mit SDS-Plus-Futter und Bohrmodus (ohne Schlag) deckt alle Anwendungsfälle ab. Modelle von Bosch Professional (GBH-Reihe), Makita (HR-Reihe) und Stanley (FatMax) sind langlebig und weitverbreitet — Zubehör und Ersatzteile sind überall erhältlich.