Eine neue Küche kostet schnell 8.000–20.000 Euro. Wer klug vorgeht, kann mit 500–2.000 Euro eine vollkommen neue Optik erzielen. Wir zeigen die wirksamsten Maßnahmen.
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Der größte Hebel: Neue Küchenfronten
Küchenoberteile sehen auch nach 20 Jahren noch gut aus — denn die eigentliche Abnutzung passiert an den Fronten (Türen, Schubladen) und der Arbeitsplatte. Wer diese tauscht, hat optisch eine neue Küche.
Für Ikea-Küchen (Sektion-Korpus-System) gibt es günstige Drittanbieter-Fronten von Semihandmade, Superfront oder Plykea — schön, individuell und ab ca. 50 Euro pro Front. Der Austausch selbst dauert oft nur wenige Stunden.
Maßnahme 2: Neue Griffe und Scharniere
Griffe sind das Schmuck-Accessoire der Küche. 20 moderne Bügelgriffe aus Edelstahl kosten ca. 50–100 Euro und lassen sich in einer Stunde wechseln. Der optische Effekt ist überraschend groß. Auf Lochmaße achten (Standard: 96 mm, 128 mm oder 160 mm Achsmaß).
Arbeitsplatte: Das teuerste Einzelteil, aber unverzichtbar
Eine verbrauchte, fleckige oder verbrannte Arbeitsplatte zieht den optischen Gesamteindruck sofort runter. Neue Laminatplatten kosten 30–60 Euro pro laufendem Meter und sind von Heimwerkern selbst mit Stichsäge und Raspel zu kürzen und einzubauen.
Der beste Trick: Alte Laminat-Arbeitsplatten können mit Küchen-Klebefolien (3D-Optik) ohne neuen Einbau vollständig erneuert werden. Hält bei sorgfältiger Verarbeitung 3–5 Jahre und kostet ca. 30–50 Euro.
Küchenwände und Fliesenspiegel auffrischen
Alte Küchenfliesen müssen nicht abgeschlagen werden. Optionen: Fliesen übermalen mit Spezialfarbe, Fliesenaufkleber oder Fliesen-Klebefolie (hitzefest, abwaschbar). Eine neue Rückwand aus Hartglas, Acrylglas oder Holzdekorplatten direkt über die Fliesen montieren kostet unter 200 Euro für eine 3-Meter-Küche.