Wand streichen klingt einfach, ist es aber nicht immer. Wer ohne Vorbereitung loslegt, kämpft gegen Schlieren, schlechte Deckkraft und Farbnasen an der Decke. Diese Anleitung zeigt, wie Profis vorgehen.
Inhalt
Die Vorbereitung macht 50 % des Ergebnisses aus
Maler-Profis sagen: „Die Vorbereitung dauert genauso lang wie das Streichen selbst." Das stimmt. Wer diese Phase überspringt, sieht es hinterher an jedem Lichtreflex.
- Risse und Löcher vorfüllen: Feinspachtel (Fertigspachtel) für kleine Risse, Tiefengrund für saugende oder krümelige Untergründe
- Abkleben: Fensterrahmen, Türzargen, Fußleisten, Steckdosen. Kreppband 4–6 cm breit, nach dem Streichen noch leicht feucht abziehen für scharfe Kanten
- Abdecken: Böden und Möbel mit Folie oder Malervlies schützen
Für das Abkleben ist Kreppband unverzichtbar. Tesa ist hier der Marktstandard — gute Haftung ohne Rückstände, scharf abziehbar:
Welche Farbe für welchen Raum?
Für Wohnbereiche: Innenfarbe Klasse 2 oder 3 (abwaschbar bis wischfest). Für Küche und Bad: spezielle Feuchtraum- oder Anti-Schimmelfarbe. Für Kinderzimmer: Allergikerfreundliche Farbe mit A+ Emissionsklasse. Weiß ist nicht gleich Weiß: Reinweiß wirkt kalt, leicht gebrochene Weißtöne lassen Räume freundlicher wirken.
Die richtige Streich-Technik
Mit der Rolle: Zuerst die Ecken und Kanten mit dem Pinsel „einschneiden" — ca. 5 cm breiten Streifen entlang der Decke, Leisten und anderer Begrenzungen malen. Dann die Fläche mit der Rolle in W- oder M-förmigen Bahnen auftragen und gleichmäßig verteilen. Nie zu dick auftragen — dünne Schichten trocknen gleichmäßiger.
Geheimnis der Profis: Immer noch nass in nass arbeiten — nie eine halb trockene Fläche überrollen, das erzeugt sichtbare Übergänge. Darum in einem Zug von Ecke zu Ecke streichen.